Mit der Globalisierung Schritt halten

Logistik ist derzeit das Schlagwort für alle Prozesse, bei denen Waren transportiert werden, ob inner- oder außerbetrieblich.

Gemeinsam ist beiden Varianten, dass sowohl der Lieferant als auch der Empfänger gerne wissen möchte, wo sich die Güter, Paletten etc. gerade befinden. Für dieses "Tracking + Tracing" setzen Unternehmen, auch außerhalb des Umfelds der großen Handelsketten, verstärkt RFID ein.

Neue Aufträge erhalten und den Umsatz ankurbeln bedeutet mehr Kunden über weiter verteilte Gebiete und mehr Lieferanten, um diese zu bedienen. Gleichzeitig bringt es die Globalisierung mit sich, dass mehr Geld in Lagerbeständen gebunden wird, die über mehr Knotenpunkte und Transportmittel verteilt sind, dass Laufzeiten länger und Dienstleistungen variabler werden und neue gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden müssen. Das berührungslose Auslesen von transportablen Funketiketten per Radiofrequenzidentifikation (RFID) in der Transport- und Lagerlogistik ist für Industrie und Handel eine vielversprechende Möglichkeit, Geschäftsprozesse nachhaltig gewinnbringend zu optimieren. Bei der RF-Identifikation (RF-ID) ermöglichen, die aus Transponder und Leseeinheit bestehenden Systeme, eine berührungslose Erkennung und Zuordnung von Gegenständen.

Wegen der größeren Leseabstände, die eine Erfassung der Transponder bei der Tordurchfahrt ermöglichen, hat sich hier in den letzten Jahren die passive UHF-Technik etabliert. Neben der größeren Reichweite bietet diese Frequenz auch eine höhere Lesegeschwindigkeit. Somit ist die Auswertung von 100 Transpondern während der Passage keine Zauberei mehr.


In einer Firma aus dem Automotive-Bereich, mit ca. 50.000 Kartonagen-Bewegungen zwischen Tochterunternehmen und Hauptwerk pro Jahr, wurde die Verfolgung mittels RFID optimiert. Hierbei kommen neben zwei Gatesystemen mit jeweils 4 Antennen auch 6 Handheld PCs zum Einsatz. Eine intelligente Middleware steuert die Kommunikation zwischen Hardware- und SAP-Welt.



Kennzeichnung und Verfolgung von Walzen im Kaltwalzwerk

Beim Kaltwalzen von Blechen muss immer der passende Satz von Walzen in das Walzgerüst eingesetzt werden.
Hier ist es wichtig den Walzentyp und die Durchmesser zu kennen, die nach jedem Schleifen genauestens erfasst werden. Nur so ist zu gewährleisten, dass das Blech nachher die richtige Oberflächenstruktur in der richtigen Stärke hat.

Der Einsatz von 1-.oder 2-D-Barcodes ist in dieser Umgebung mit viel Öl nicht realistisch.

Darum wird jede Walze an der Stirnseite mit einem LF-Transponder versehen.
Ein Handheld-PC mit Sonderantenne ermöglicht sogar die Erfassung der Datenträger, wenn die Walzen im Transportgestell liegen.

Um nun zu wissen wo die einzelnen Walzensätze zu finden sind, wurden sowohl die Transportgestelle als auch die Regal- und Abstellplätze mit passiven UHF-Transpondern ausgestattet. Die Gabelstapler, die zum Transport dieser Gestelle eingesetzt werden, verfügen über ein UHF-System mit zwei Antennen sowie ein Staplerterminal. Die Antennen erfassen die Transponder und verknüpfen, über eine intelligente Software im Staplerterminal, Gestell-Nr. und Stellplatz miteinander. Das Terminal dient auch der WLAN-Kommunikation mit der Oracle-Datenbank des Kunden und dem Fahrer als Anzeigeoberfläche. Er muss nicht eingreifen, sondern verfolgt nur die korrekte Verbuchung des Vorgangs.